Gesund durch richtige Ernährung

Mann hält einen Donut in der Hand und bekommt einen Apfel angeboten

Nicht umsonst heißt es im Volksmund: Speis und Trank hält Leib und Seele zusammen. Heutzutage ist gesunde Ernährung ein großes Thema. Doch selbst Wissenschaftler sind sich trotz umfangreicher Forschung bis heute nicht 100%ig darüber einig, was gesunde Ernährung wirklich bedeutet. Wir haben die Expertenratschläge für gesunde Ernährung für Sie zusammen getragen, entlarven dabei die größten Ernährungsmythen und haben für Sie einige tolle und gesunde Rezepte recherchiert.

Vielseitigkeit

„Vielseitig“ lautet das Zauberwort, was auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, also reich an verschiedenen lebensnotwendigen Nährstoffen. Hierbei ist eine Kombination aus unterschiedlichen Lebensmitteln wie Obst, Gemüse und Getreide besonders wichtig, denn sie liefern wichtige Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien, aber auch Kohlenhydrate, die der menschlicher Körper täglich braucht.

Viele Ernährungswissenschaftler berufen sich auf die Ernährungspyramide, die zwar die wesentlichen Bedürfnisse von verschiedenen Personengruppen abbildet, jedoch nicht den individuellen Bedarf ablesen lässt. Faktoren wie Alter, Körpergröße und Lebensweise werden nicht beachtet. Hier kann die personalisierte Ernährung weiterhelfen, denn sie berücksichtigt genau diese Faktoren. Doch können auch die Gene dafür verantwortlich sein, dass einige Menschen auf Nahrungsmittel negativ reagieren, die anderen helfen. Sogenannte Nutrigenomiker beschäftigen sich mit dem Zusammenhang zwischen Ernährung (Nutrition) und Erbgut (Genom). Sie vertreten die Meinung, dass unsere Ernährung einen größeren Einfluss auf uns hat als alle anderen Umweltfaktoren. Auch in der chinesischen Medizin teilt man diese Auffassung und geht davon aus, dass die Ernährung unsere wichtigste “Medizin“ ist.

Warum Gemüse und Obst so wichtig sind

Obst und Gemüse enthalten sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe, die beim Menschen möglicherweise Krebs vorbeugen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern und Zellschäden vermeiden können. Zudem liefern sie uns wichtige Vitamine, die der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. Vitamine übernehmen wichtige Aufgaben in unserem Stoffwechsel und stärken unser Immunsystem sowie unser Wohlbefinden. Ein Mangel an Vitaminen kann zu schweren gesundheitlichen Folgen führen. Auch Ballaststoffe sind in pflanzlichen Lebensmitteln in ausreichender Menge enthalten. Sie unterstützen unsere Darmfunktion und wirken sich positiv auf den Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel aus. Ernährungsmediziner empfehlen deshalb, fünfmal täglich verschiedene Obst- und Gemüsesorten zu essen.

Fleisch – unser täglich Gemüse

Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 60 Kilogramm im Jahr ist der Verzehr von Fleisch in den letzten Jahren zwar zurückgegangen, trotzdem verzehrt der deutsche Bundesbürger noch immer mehr als doppelt so viel tierisches Eiweiß, als von Experten empfohlen. Geht man nach diesen Empfehlungen, sollte der Konsum von Wurst- und Fleischwaren 300 bis 600 Gramm in der Woche nicht überschreiten. Zu viel tierische Fette belasten im Gegensatz zu den gesunden pflanzlichen Fetten den Stoffwechsel und übersäuert den Körper.

Vollkorn statt Weissmehl und Weizen

Grundsätzlich sollten Sie Vollkorn raffiniertem Weißmehl vorziehen. Bei der Produktion von Weißmehl geht eine Vielzahl von Vitalstoffen verloren, u. a. 60 % der Ballaststoffe, 50 % Calcium, 70 % Eisen, 80 % Magnesium, 99 % Chrom, 90 % Vitamin E und 90 % Vitamin B1. Alle nützlichen Nährstoffe sind also im Weißmehl nicht zu finden. Es enthält dafür sehr viele Kohlenhydrate, und wegen des geringen Ballaststoffgehalts wird die im Mehl befindliche Stärke im Dünndarm sehr schnell in Zucker umgewandelt. Dazu kommt, dass die im Weizen gefundenen Stoffe nachweislich suchtauslösend sind. Greifen Sie also lieber zu Alternativen bei der Mehlauswahl wie beispielsweise zum Roggenmehl, Dinkelmehl oder zu Amaranth.

Die größten Ernährungsmythen

  1. Fett macht dick: Grundsätzlich gilt, pflanzliche Fette und Fette aus Fisch sind gesund.
  2. Margarine macht schlank: Margarine enthält viel weniger Fett als Butter, denken viele. Stimmt aber nicht. Zum Vergleich: 100 g Butter enthält 754 kcl, Margarine nur 32 kcl weniger.
  3. Rohkost ist gesund: Natürlich enthält Rohkost viele Vitamine, ist aber auch schwer verdaulich und führt oft zu Blähungen und Verdauungsbeschwerden. Die Inhaltsstoffe bestimmter Nahrungsmittel werden gekocht vom Körper besser verwertet.
  4. Ein Schnaps zur Verdauung: Die Annahme, nach einem schweren Essen helfe am besten ein Schnaps zur Verdauung, ist nur halbrichtig. Schnaps beruhigt zwar die Magennerven, jedoch sorgt er nicht dafür, dass das fette Essen verdünnt wird, sondern die Magensäure. Diese ist eigentlich dafür verantwortlich, das Fett aufzuspalten, was durch die Verdünnung nur viel langsamer möglich ist. So braucht man mit Alkohol im Magen viel länger, um das Essen zu verdauen.
  5. Spinat enthält viel Eisen: Spinat besteht im Normalzustand zu 90 Prozent aus Wasser. 100 Gramm gekochter Spinat können in Wahrheit nur rund 2 Milligramm Eisen vorweisen!
  6. Kaffee entzieht dem Körper Wasser: Ist man an Kaffee überhaupt nicht gewöhnt, kann er harntreibend wirken. Bei regelmäßigem Konsum stellt sich der Körper allerdings schnell darauf ein. Trotzdem sollten Sie pro Tag nicht mehr als vier Tassen zu sich nehmen.
  7. Je mehr Vitamine, umso besser: Vitamine sind essenziell, keine Frage! Eine Überdosierung von Vitaminen jedoch kann Gesundheitsschäden zur Folge haben. Aufpassen sollte man vor allem bei Beta-Karotin und den fettlöslichen Vitaminen A, D, E, und K.
  8. Light-Produkte machen schlank: Light-Produkte sind nur auf den ersten Blick eine gute Alternative. Bei genauerem Hinschauen entpuppen sie sich meistens als nicht kalorienfreie, sondern nur kalorienreduzierte Produkte. Oftmals enthalten sie zwar weniger Fett, dafür aber mehr Zucker.
  9. Salat ist immer gesund: Es wird immer davon ausgegangen, dass grüner Salat besonders gesund ist. Dabei besteht er zu 95% aus Wasser und enthält gar nicht so viele Vitamine, wie angenommen. Allein die grüne Farbe führt zu diesem Irrglauben. (Artikel Süddeutsche Zeitung)
  10. Brauner Zucker ist gesünder als weißer: Leider nein. Zwischen braunen und weißen Zucker gibt es keinen Unterschied, denn beide bestehen fast zu 100 Prozent aus reiner Saccharose.

Hier finden Sie noch einige tolle Links zu leckeren und gesunden Rezepten:

Erbsenschaumsüppchen

Erbsen enthalten viel Eiweiß, wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente. Auch der Gehalt an Eisen, Zink, Kupfer, Kalium und Kalzium ist hoch.

Seelachs mit Basilikumsauce

Der Seelachs ist ein Magerfisch mit weniger als zwei Prozent Fett. Basilikum wirkt antibakteriell und kann auch vor anderen Krankheitserregern schützen.

Kichererbsentarte

Kichererbsen sind proteinreich und enthalten die Vitaminen A, B1, B2, B6, C, E sowie an den Mineralstoffen Magnesium, Eisen und Zink.

Zwetschgenknödel

Pflaumen haben jede Menge Vitamine zu bieten, neben Provitamin A, Vitamin C und Vitamin E enthalten sie verschiedene Vitamine aus der B-Gruppe.

Schnelles Vollkorn – Rosinenbrot

Je dunkler das Mehl, umso mehr Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sind enthalten.

Für Kinder: Apfelfrosch

Sein hoher Gehalt an Ballaststoffen, Flavonoiden und Polyphenolen reinigt den Körper von Stoffwechselgiften.

Smoothie Deluxe

Ananas enthält unter anderem Calcium, Kalium, Magnesium Mangan, Phosphor, Eisen, (natürliches) Jod und Zink.

Kennen Sie noch tolle und gesunde Rezepte? Wir freuen uns über ihren Beitrag.

 

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