Draußen färben sich die Blätter und segeln zu Boden – und auch im Badezimmer scheint der Herbst Einzug zu halten. Die Bürste ist voller als sonst, auf dem Kopfkissen liegen einzelne Haare. Viele fragen sich dann besorgt, ob mit ihnen etwas nicht stimmt. Meist lautet die Antwort: Nein. Denn auch unser Haar folgt einem jahreszeitlichen Rhythmus. Wir erklären, warum es ausgerechnet jetzt schwächelt – und wann Sie genauer hinschauen sollten.
Wie viele Haare verlieren wir eigentlich?
Täglich 50 bis 100 Haare zu verlieren, ist völlig normal und bei rund 100.000 Haarfollikeln auf dem Kopf fällt das kaum ins Gewicht. Von übermäßigem Haarausfall spricht man erst, wenn deutlich mehr Haare ausfallen als nachwachsen, oder sich der Verlust auf eine Stelle konzentriert. Zählen muss dafür niemand: Braucht das Haargummi eine Umdrehung mehr als früher oder wirkt der Scheitel auf neuen Fotos breiter, hat die Haardichte tatsächlich abgenommen.
Warum gerade im Herbst?
Jedes Haar durchläuft einen Zyklus: Auf eine mehrjährige Wachstumsphase folgen eine kurze Übergangsphase und eine rund dreimonatige Ruhephase, an deren Ende das Haar ausfällt. Normalerweise tickt jeder Follikel in seinem eigenen Takt. Hitze, viel Sonne und ein veränderter Tagesablauf im Sommer schicken jedoch viele Haare gleichzeitig in die Ruhephase – und die fallen dann zwei bis drei Monate später aus. Was Sie im September unter der Dusche sehen, hat also bereits im Juni begonnen.
Die Haarwurzeln sind dabei nicht geschädigt, sondern legen lediglich eine Pause ein. Fachleute bezeichnen dieses Phänomen als saisonales telogenes Effluvium.
Gut zu wissen: Schauen Sie sich Ihren Haaransatz einmal gegen das Licht an. Kleine, kurze Härchen, die abstehen, sind kein Haarbruch – sondern frisch nachwachsende Haare.
Gut versorgt von der Wurzel an
Damit neues Haar kräftig nachwachsen kann, braucht die Haarwurzel die richtigen Bausteine:
- Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haare bei – etwa aus Haselnüssen, Sojabohnen und Eiern.
- Zink trägt zur Erhaltung normaler Haare bei – etwa aus Kürbiskernen, Haferflocken und Rindfleisch.
- Selen trägt zur Erhaltung normaler Haare und Nägel bei – etwa aus Paranüssen und Thunfisch.
Wichtig: Nahrungsergänzungsmittel lassen ausgefallene Haare nicht nachwachsen. Sie unterstützen die Erhaltung normaler Haare, wenn die Ernährung allein nicht ausreicht. Da Haare nur etwa einen Zentimeter pro Monat wachsen, sollten Sie eine Kur frühestens nach drei Monaten beurteilen.
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Lieber einzelne Nährstoffe? Dann sind unsere Zink-Tabletten 10 mg, Selen-200 µg-Mono-Kapseln oder die Biotin SB Tabletten 2,5 mg eine Alternative.
Kleine Auszeit für die Kopfhaut
Auch anhaltender Stress kann Haare vorzeitig in die Ruhephase schicken. Bewegung an der frischen Luft hilft, Stresshormone abzubauen. Und eine tägliche Kopfmassage von fünf bis zehn Minuten regt die Durchblutung an – mit ätherischem Lavendel- oder Rosmarinöl wird daraus ein entspannendes Abendritual.
Wann Sie genauer hinschauen sollten
Kosmetisches Problem oder ernstzunehmende Erkrankung? Entscheidend ist weniger die Menge an ausgefallenen Haaren als die Dauer und die Verteilung:
BESSER ÄRZTLICH ABKLÄREN LASSEN
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TYPISCH SAISONAL
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Häufige Ursachen für anhaltenden Haarausfall sind ein Eisenmangel oder eine Schilddrüsenerkrankung – beides lässt sich per Bluttest beim Arzt klären.
Mehr zu den Formen und Ursachen von Haarausfall lesen Sie in unserem Beitrag Haarausfall: Ursachen erkennen und das Haar gut unterstützen.
Unser Fazit
Mehr Haare in der Bürste sind im Herbst meist ganz normal – eine verspätete Reaktion auf den Sommer, die sich von selbst legt. Mit einer nährstoffreichen Ernährung, kleinen Auszeiten und etwas Geduld unterstützen Sie Ihr Haar dabei, kräftig nachzuwachsen. Hält der Haarausfall länger an, lassen Sie die Ursache ärztlich abklären.
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Quellen
- GEO: Haarausfall – Warum im Herbst die Haare schwinden. Ein Experte klärt auf
- Schwichtenberg U, Schwichtenberg B: Haarausfall: ein kurzer Überblick für die Praxis. ästhetische dermatologie & kosmetologie 2020; 12: 34–41. doi.org/10.1007/s12634-020-1104-6
Die bereitgestellten Informationen können keine professionelle ärztliche Beratung oder Behandlung ersetzen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.


