Haarausfall: Ursachen erkennen und das Haar gut unterstützen

Frau präsentiert Produkte gegen Haarausfall
Lesezeit: 4 Minuten

Volles, kräftiges Haar ist für viele ein Stück Lebensgefühl. Umso mehr verunsichert es, wenn der Scheitel lichter wird oder sich in der Bürste plötzlich mehr Haare sammeln als sonst. Doch Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall: Manche Formen sind harmlos und vorübergehend, andere brauchen ärztliche Begleitung. Wir zeigen Ihnen, welche Ursachen dahinterstecken können – und was Sie selbst für Ihr Haar tun können.

Wann spricht man von Haarausfall?

Etwa 50 bis 100 Haare verliert jeder Mensch täglich – das ist der natürliche Haarwechsel. Denn jedes Haar durchläuft einen Zyklus aus mehrjähriger Wachstumsphase, kurzer Übergangsphase und rund dreimonatiger Ruhephase, an deren Ende es ausfällt und Platz für ein neues macht. Von Haarausfall spricht man erst, wenn deutlich mehr Haare ausfallen als nachwachsen – das Haar wird dann merklich dünner, oder es entstehen lichte Stellen.

Drei Formen, die Sie kennen sollten

Kosmetisches Problem oder ernstzunehmende Erkrankung? Um das einzuordnen, hilft ein Blick darauf, wie die Haare ausfallen:

Erblich bedingter Haarausfall
Die häufigste Form. Er entwickelt sich langsam über Jahre. Bei Männern weicht oft der Haaransatz zurück, bei Frauen wird vor allem der Scheitel breiter. Das Haar wird feiner und kürzer. Hier hilft eine dermatologische Beratung.

Diffuser Haarausfall
Die Haare fallen gleichmäßig über den ganzen Kopf verteilt aus, oft einige Wochen nach einem Auslöser wie Stress, einem Nährstoffmangel, einer Diät oder einer Geburt. Die gute Nachricht: Ist die Ursache behoben, wächst das Haar meist wieder nach.

Kreisrunder Haarausfall
Plötzlich entstehen runde, glatte kahle Stellen. Dahinter steckt eine Autoimmunreaktion – bitte lassen Sie das zeitnah ärztlich abklären.

Häufige Auslöser im Überblick

  • Hormone: Östrogen verlängert die Wachstumsphase der Haare. Sinkt der Spiegel – etwa nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren – können vermehrt Haare ausfallen. In den Wechseljahren wird das Haar oft auch trockener und dünner, besonders am Scheitel. Auch nach dem Absetzen der Pille kann es zu einer hormonellen Dysbalance kommen.
  • Nährstoffmangel: Nährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren sind wichtige Bausteine für das Haarwachstum. Ein Mangel an Eisen, Zink oder Biotin kann sich am Haar zeigen. Auch sehr einseitige oder strenge Diäten gehören zu den typischen Auslösern.
  • Schilddrüse: Eine Schilddrüsenerkrankung zählt zu den häufigsten Ursachen für diffusen Haarausfall – oft begleitet von Müdigkeit oder Kälteempfindlichkeit.
  • Stress: Anhaltende Belastung kann dazu führen, dass Haare vorzeitig in die Ruhephase wechseln und einige Wochen später vermehrt ausfallen.
  • Medikamente: Bestimmte Arzneimittel, etwa einige Blutgerinnungshemmer oder Krebstherapien, können Haarausfall als Nebenwirkung haben. Setzen Sie Medikamente aber nie eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
  • Kopfhauterkrankungen: Schuppenflechte oder Ekzeme können die Haarwurzeln zusätzlich belasten.

Gut zu wissen: Fallen Ihnen vor allem im Herbst mehr Haare aus, steckt meist ein ganz natürlicher Rhythmus dahinter. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag Haarausfall im Herbst: Ist das normal?

Was Sie selbst für Ihr Haar tun können

Von innen: gut versorgt
Eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung ist die Basis. Biotin, Zink und Selen tragen zur Erhaltung normaler Haare bei. Gute Lieferanten sind zum Beispiel Haselnüsse, Eier, Kürbiskerne, Haferflocken und Paranüsse. Wichtig: Nahrungsergänzungsmittel lassen ausgefallene Haare nicht nachwachsen – sie unterstützen die Versorgung, wenn die Ernährung allein nicht ausreicht. Weil Haare nur etwa einen Zentimeter pro Monat wachsen, braucht es dafür Geduld: Planen Sie mindestens drei Monate ein.

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Von außen: sanft pflegen
Häufiges Färben, Dauerwellen, heißes Föhnen und Glätten machen das Haar trocken und brüchig. Ein paar einfache Gewohnheiten schonen Haar und Kopfhaut:

  • Lauwarm statt heiß waschen und milde Pflegeprodukte verwenden.
  • Das Haar nach dem Waschen nur sanft ausdrücken, statt es mit dem Handtuch trockenzurubbeln.
  • Auf kalter oder mittlerer Stufe föhnen – oder das Haar an der Luft trocknen lassen.
  • Die Kopfhaut täglich einige Minuten mit den Fingerspitzen massieren. Das regt die Durchblutung an und entspannt.

Für die tägliche Pflege von dünnem Haar empfehlen wir:

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Coffein Liquid Haarwuchs-Tonikum Zum Einmassieren in die Kopfhaut, für Frauen und Männer.
Basilikum-Extrakt-Haarkur Pflegt dünnes, trockenes und brüchiges Haar.

Für die Seele: Stress abbauen
Da Stress den Haarzyklus aus dem Takt bringen kann, lohnt es sich, bewusst Pausen einzuplanen: regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, ein Spaziergang, ein gutes Buch oder ein paar ruhige Atemzüge am Abend.

Wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten

Lassen Sie die Ursache abklären, wenn der Haarausfall länger als drei Monate anhält, lichte oder kahle Stellen entstehen, die Kopfhaut juckt oder schmerzt oder weitere Beschwerden hinzukommen. Oft geben schon einfache Blutwerte Aufschluss – etwa der Ferritinwert für die Eisenspeicher und der TSH-Wert für die Schilddrüse.

Unser Fazit

Haarausfall hat viele Gesichter – und nicht jeder ist ein Grund zur Sorge. Der erste Schritt ist, die Ursache zu kennen. Mit einer nährstoffreichen Ernährung, sanfter Pflege und etwas Gelassenheit schaffen Sie gute Voraussetzungen für kräftiges Haar. Und wenn der Haarausfall anhält, ist Ihre Hausärztin oder Ihr Hautarzt die richtige Anlaufstelle.

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Quellen

  1. Schwichtenberg U, Schwichtenberg B: Haarausfall: ein kurzer Überblick für die Praxis. ästhetische dermatologie & kosmetologie 2020; 12: 34–41. doi.org/10.1007/s12634-020-1104-6


Die bereitgestellten Informationen können keine professionelle ärztliche Beratung oder Behandlung ersetzen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

2 Kommentare

  • Ich suche -bis jetzt nicht gefunden- echtes australisches Teebaumöl mit der Bezeichnung
    “melaleuca alternifolia australica”. Denn nur diese vollständige bezeichnung steht für den teebaum, welcher n u r in Australien wächst, und nicht etwa z.B. auf den Philipinischen und angrenzenden Inseln. Dort nämlich wächst auch eine -andere- Art Melaleuca, aus deren Blättern ebenfalls öl gewonnen wird, das aber nicht so trefflich wirksam ist wie eben melaleuca alternifolia a u s t r a l i c a. bekommt man bei ihnen das echte australische teebaumöl oder ein öl-mix aus mehreren melaleuca-Arten? Danke im voraus für ihre info.
    mit freundl. gruß C. Lohmann

    • Liebe Frau Lohmann,
      bei dem von uns angebotenen Teebaumöl handelt es sich um ein 100 % naturreines ätherisches Öl (Melaleuca Alternifolia Leaf Oil) aus kontrolliert biologischem Anbau. Das Herkunftsland ist auch das Ursprungsland Australien.
      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr Kräuterhausteam

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