Kollagen: das Protein, das uns zusammenhält – und ab 25 langsam weniger wird

Header Kollagen
Lesezeit: 5 Minuten

Kollagen ist in aller Munde: als Pulver, als Kapsel, als Trinkgranulat. Hinter dem Trend steht ein sehr unaufgeregter Fakt – Kollagen ist das häufigste Protein in unserem Körper und überall dort im Einsatz, wo Gewebe fest und gleichzeitig elastisch sein muss. Ab dem 25. Lebensjahr bilden wir jedes Jahr ein wenig weniger davon. Was das bedeutet und was sich dagegen tun lässt, lesen Sie hier.

Was Kollagen eigentlich ist

Kollagen ist ein Strukturprotein. Es steckt in Haut, Knochen, Sehnen und Bändern, in Knorpel und Muskeln – kurz: in allen Geweben, die Festigkeit und Beweglichkeit zugleich brauchen. Bildlich gesprochen ist Kollagen der Klebstoff, der uns zusammenhält. Nur dass dieser Klebstoff mit den Jahren nachlässt.

Das Grundgerüst sind Aminosäuren, vor allem Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Je drei Aminosäureketten winden sich schraubenförmig umeinander – die sogenannte Tripelhelix. Viele dieser Helices bündeln sich zu Kollagenfibrillen, viele Fibrillen zu Kollagenfasern. Das Prinzip ist das eines Seils: gedreht hält es deutlich mehr aus als jeder einzelne Strang. Genau deshalb kann Kollagen Gewebe stützen und schützen und dabei belastbar bleiben.

28

bekannte Kollagentypen

90 %

des Kollagens im Körper ist Typ I

1 %

Kollagendichte verliert die Haut pro Jahr, ab etwa 25

Die drei Typen, auf die es ankommt

Kollagen ist nicht einfach Kollagen. Von den 28 bekannten Typen sind drei entscheidend:

Typ I ist das größte Kollagenprotein und macht bis zu 90 Prozent des gesamten Kollagens im Körper aus. Seine robuste Struktur gibt der Haut Festigkeit und Elastizität.

Typ II ist der wichtigste Strukturbestandteil des Knorpels. Das Verhältnis von Typ I zu Typ II beeinflusst maßgeblich, wie gut die Gelenke arbeiten.

Typ III tritt meist gemeinsam mit Typ I auf: in der Haut, in Muskeln und in den Wänden der Blutgefäße, deren Elastizität es mitträgt.

Ab 25 läuft die Uhr

Ab dem 25. Lebensjahr nimmt die körpereigene Kollagenproduktion schrittweise ab. Die Haut verliert schätzungsweise rund ein Prozent ihrer Kollagendichte pro Jahr. Der Körper bildet weiter neues Kollagen – nur nicht mehr im gleichen Tempo.

Das Alter ist dabei nur ein Faktor. Beschleunigt wird der Abbau vor allem von außen: UV-Strahlung ist der Klassiker unter den Hautalterungsfaktoren, dazu kommen Stress, Schlafmangel – im Schlaf regeneriert der Körper, fehlt der Schlaf, fehlt diese Arbeitszeit – und eine einseitige Ernährung, bei der die Bausteine für die Kollagensynthese fehlen. Nicht beeinflussen lassen sich die genetischen Voraussetzungen: manchen ist ein stabiles Bindegewebe schlicht in die Wiege gelegt.

Die gute Nachricht: von außen unterstützen lässt sich der Kollagenhaushalt durchaus. Aber mit langem Atem. Regelmäßigkeit und Geduld entscheiden, nicht die einzelne Portion.

Gibt es veganes Kollagen?

Nein. Echtes Kollagen kann ausschließlich aus tierischen Quellen gewonnen werden – trotzdem wird der Begriff im Handel gern verwendet, und die Denkfalle ist schnell aufgestellt. Produkte, die als vegan ausgewiesen sind, enthalten pflanzliche Nährstoffe, die die körpereigene Kollagenbildung unterstützen sollen; die Kollagenproteine selbst liefern sie nicht. Das Kollagen in unseren Produkten zur oralen Einnahme wird aus Rind gewonnen.

Warum nicht jedes Kollagen gleich ist

Hydrolysierte Kollagenpeptide, auch Kollagenhydrolysat genannt, sind enzymatisch aufgespalten. Ihr feines Molekulargewicht macht sie besser bioverfügbar als unverarbeitetes Kollagen: Der Körper kann sie leichter aufnehmen und verwerten. Beide Begriffe werden heute oft synonym verwendet – genau genommen sind Kollagenpeptide immer Hydrolysate, aber nicht jedes Hydrolysat ist ein Peptidpräparat. Achten Sie deshalb auf den Begriff „Peptide” oder auf eine Markennennung.

Besonders hochwertig sind patentierte Markenkollagene: definierte Peptidmischungen, gezielt für einen Körperbereich entwickelt, in klinischen Studien untersucht und mit qualitätskontrollierter Herstellung.

Fortigel® – für den Gelenkknorpel: Triple Perform

Fortibone® – für die Knochen: Gelastin Osteo

Verisol® – für die Haut: Dermagold Glow

Tendoforce® – für Sehnen und Bänder: Collagen Vital Komplex Plus

Bodybalance® – für die Muskeln: Muskelfit Kollagen-Trinkpulver

Mix & Match: Die Peptide lassen sich kombinieren – etwa der Collagen Vital Komplex Plus zusammen mit Dermagold Glow für die Haut. Oder Sie stellen sich aus der Liste oben Ihre eigene, zielgerichtete Kombination zusammen.

Was die Ernährung leisten kann

Die körpereigene Kollagensynthese lässt sich auch über den Teller unterstützen – zumindest teilweise. Vier Bausteine sind dabei entscheidend.

Protein als Rohstoff. Kollagen besteht vor allem aus Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Der Körper braucht dafür ausreichend Eiweiß: Fisch, Eier und Hülsenfrüchte sind gute Quellen. Wer klassisch auf Knochenbrühe setzt, liefert sogar fertige Kollagenpeptide – ein alter Hausmittel-Tipp, der durchaus Sinn ergibt.

Vitamin C als Cofaktor. Ohne Vitamin C läuft in der Kollagensynthese nichts: Es wird von den Enzymen benötigt, die Prolin in Hydroxyprolin umwandeln, und ohne diesen Schritt entsteht kein stabiles Kollagen. Wie zentral das ist, zeigt Skorbut, der klassische Vitamin-C-Mangel – er äußert sich als Zerfall des Bindegewebes. Gute Quellen sind Paprika, Zitrusfrüchte, Brokkoli, Petersilie, Hagebuttenpulver oder Vitamin-C-Tabletten.

Zink und Kupfer. Beide Spurenelemente sind ebenfalls Cofaktoren kollagenbildender Enzyme und werden oft vergessen. Zink steckt in Kürbiskernen, Hülsenfrüchten und Fleisch, Kupfer in Nüssen, Leber und Kakao – ergänzend als Zink- oder Kupfertabletten.

Antioxidantien als Schutz. Polyphenole bauen kein neues Kollagen auf, sie schützen aber das vorhandene vor dem Abbau. Zu finden sind sie in Beeren, dunkler Schokolade und grünem Tee.

Keine Panik, wenn davon nicht täglich etwas auf dem Teller liegt. Es ist einfach ein Grund mehr für eine abwechslungsreiche Ernährung.

Was die Studienlage hergibt

Ganz ehrlich: Zu einzelnen Lebensmitteln ist die Datenlage überschaubar. Am besten belegt sind Vitamin C und hydrolysierte Kollagenpeptide als Supplement. Bei Knochenbrühe, Polyphenolen und Co. ist die Wirkung biologisch plausibel, klinisch aber nicht eindeutig bewiesen. Die solideste Empfehlung lautet deshalb: eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung mit ausreichend Vitamin C – kombiniert mit einem hochwertigen Kollagenpräparat, wenn Sie gezielt etwas erreichen wollen. Kein Wundermittel, aber ein sinnvolles Zusammenspiel.

Fazit

Kollagen ist kein kurzlebiger Hype, sondern ein fundamentaler Bestandteil unseres Körpers – das war es schon lange vor Social Media. Es hält uns zusammen, von der Haut über die Knochen bis zu den Gelenken. Mit dem Alter schwindet es, aber mit hochwertigen Präparaten, einer guten Ernährungsgrundlage und etwas Geduld lässt sich einiges tun. Wer auf Qualität setzt, greift zu hydrolysierten, patentierten Markenpeptiden mit klinischer Evidenz – und bleibt dabei konsequent. Denn wie so oft im Leben gilt: Dranbleiben lohnt sich.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Fachpersonal. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung.

Quellen

Angaben der Rohstoffhersteller zu Fortigel®, Fortibone®, Verisol®, Tendoforce® und Bodybalance®; EU-Register der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben; Studien und Übersichtsarbeiten zu Kollagenpeptiden, Vitamin C und Kollagensynthese in PubMed, Journal of Cosmetic Dermatology, Nutrients und British Journal of Nutrition.

Tags from the story
, , ,

Produktbewertungen werden gesammelt von unserem Partner
trustpilot-logo