„Brainfood“ – Nahrung fürs Gehirn

Kräuterhaus Sanct Bernhard - Nahrung fürs Gehirn

Wenn Sie das hier lesen, arbeitet Ihr Gehirn gerade auf Hochtouren. Das tut es allerdings auch dann, wenn Sie bewusst eigentlich „nichts“ tun. Denn obgleich wir unser Gehirn meist mit Dingen wie Wahrnehmung, Nachdenken, Erinnern, Fühlen und so weiter assoziieren, steuert es doch zugleich zahlreiche weitere zentrale Körperfunktionen: Kreislauf, Atmung, Gleichgewicht, Bewegungen und Reflexe, unseren Schlaf, et cetera. Und dafür braucht es jede Menge Energie. Obwohl es bei Erwachsenen lediglich etwa zwei Prozent der Körpermasse ausmacht, verbraucht das Gehirn satte 20 Prozent der im Körper umgesetzten Energie – und das allein im Ruhemodus. Müssen wir uns über längere Zeit bewusst konzentrieren, wird es nochmals mehr. Das merkt man sogar: Denken Sie beispielsweise an anstrengende Autofahrten, aufreibende Diskussionen oder Ihre letzte Prüfungssituation. Da greift man dann instinktiv und gerne zur sogenannten Nervennahrung.

Nervennahrung Zucker? Segen und Fluch für das Gehirn

Wenn man sich die Snack-Angebote an Tankstellen und in Kantinen genauer ansieht, bestehen diese allzu oft hauptsächlich aus Zucker. Der Grund für ihre Beliebtheit liegt auch auf der Hand: Zucker kann vom Gehirn extrem schnell und effektiv verarbeitet werden. Heißt: Die Snacks erfüllen ihren Zweck. Doch wie wir wissen, ist der dauerhafte Konsum von zu viel raffiniertem Zucker  nicht ohne. So trägt er beispielsweise zur Entstehung von Entzündungen bei, die über den Stoffwechsel auch negative Auswirkungen auf Hirnfunktionen haben können. Der Griff zum Schokoriegel, in die Weingummitüte oder zur Cola-Dose sollte daher generell die Ausnahme bleiben. Das gleiche gilt für die meisten industriell verarbeiteten Lebensmittel sowie für Fast-Food, da diese ebenfalls häufig sehr viel Zucker enthalten. Wesentlich bessere Energielieferanten für das Gehirn sind langkettige Kohlenhydrate, die erst nach und nach vom Körper zerlegt werden. Sie kommen verstärkt in Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Vollkornmehl vor. Doch welche Lebensmittel sind noch gut für das Gehirn?

Die richtige Nahrung fürs Gehirn

Wasser – das wichtigste „Brainfood“ überhaupt

Die ausreichende Versorgung unseres Körpers mit Wasser ist und bleibt das A & O bei der Ernährung. Und da das Gehirn selbst zu einem Großteil aus Wasser besteht, gilt das hier natürlich umso mehr. Zwei Liter sollten es – über den Tag verteilt – schon sein, an warmen Tagen oder bei viel körperlicher Aktivität gerne mehr. Wenn Ihnen das auf Dauer zu langweilig ist, probieren Sie es doch mal mit Grüntee. Er bietet geschmackliche Abwechslung und liefert zudem wertvolle Antioxidantien. Ungesüßter Kaffee zählt übrigens auch. 🙂

Studentenfutter

Hier ist schon der Name Programm: Die beliebte Mischung aus Nüssen und Trockenobst ist nicht nur lecker, sondern hat eine direkt positive Wirkung auf das Gehirn. Der in den Früchten enthaltene Zucker liefert schnelle Energie, dazu kommen wichtige Fettsäuren, B-Vitamine, Zink und Magnesium aus den Nüssen, die zur normalen psychischen Funktion beitragen.

Schokolade

Zugegeben: Manchmal hilft tatsächlich nur Schokolade. Nicht umsonst sagt man ja, sie mache glücklich. Und tatsächlich enthält sie Bestandteile des „Glückshormons“ Serotonin, allerdings in recht geringem Maße. Die Glücksgefühle, die ein paar Stückchen Schokolade dennoch unbestreitbar auslösen können, sind eher psychologischer Natur. Sie zu essen ist schlicht sinnlich, lecker und schon von Kindesbeinen an mit schönen Dingen (Nachtisch, Belohnung, Feiertage, …) verknüpft. Wenn es trotzdem funktioniert – unseretwegen gerne!

Tipp: Wenn schon Schokolade, dann auch mal die mit hohem Kakaoanteil, denn die enthält logischerweise automatisch weniger Fett und Zucker.

Fisch und Meeresfrüchte

Fische und Meeresfrüchte sind beinahe exklusive Lieferanten der Omega-3-Fettsäure Docosahexaen (DHA), die zur Erhaltung ei­ner normalen Gehirnfunk­tion beiträgt und dort auch angereichert vorkommt. Besonders geeignete DHA-Versorger für den Menschen sind fette Fische wie Lachs, Thunfisch, Sardine, Makrele oder Hering aber auch Meeresfrüchte. Wer selten oder nie Fisch isst, sollte erwägen, vermehrt auf eine der wenigen pflanzlichen Quellen wie Leinöl, Perillaöl oder Chia-Samen zurückzugreifen.

Mediterrane Ernährung – schlau auch fürs Gehirn

Generell wird im Zusammenhang mit gesunder Ernährung immer wieder auf die mediterrane Küche hingewiesen: Viel frisches Obst, Gemüse (Vitamin C) und Pilze (Biotin), Käse (Calcium), häufig Fisch (Omega-3, Jod), hin und wieder auch etwas mageres Fleisch (Eisen) sowie reichlich Olivenöl (Omega-3). Mit dem dann oft auch genannten Rotwein verhält es sich allerdings wie mit dem industriellen Zucker: geht zwar schnell in den Kopf, sollte aber die Ausnahme bleiben …

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