Verdauungsprobleme: 4 Tipps wie Sie Ihren Körper im Gleichgewicht halten

Halten Sie Ihren Körper im Gleichgewicht - mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und aktiven Entspannungsphasen.
Halten Sie Ihren Körper im Gleichgewicht - mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung und aktiven Entspannungsphasen.

Sie fühlen sich oft schlapp und unwohl? Sie haben das Gefühl, alles was Sie zu sich nehmen, bekommt Ihnen nicht? Verdauungsstörungen gehören zu Ihrem Alltag? Dann sind Sie nicht allein. Immer mehr Menschen leiden unter derartigen Symptomen und haben die Befürchtung an einer Unverträglichkeit oder Allergie erkrankt zu sein. Dabei sind die Ursachen dafür meist viel naheliegender: ein ungesunder Lebenswandel, die falsche Ernährung und zu wenig Bewegung.

Gründe für Verdauungsprobleme: Was wir falsch machen

Allergien, Unverträglichkeiten, permanente Verdauungsbeschwerden – Dass wir in unserer heutigen Zeit immer mehr mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen haben, die vor 100 Jahren so noch nicht bekannt waren, liegt daran, dass sich unsere Lebensweise gewandelt hat. Wir leben, arbeiten und ernähren uns anders. Wir sind bequem geworden, nutzen die Annehmlichkeiten unserer mobilen, technologisierten Gesellschaft und verbringen den größten Teil unseres Alltags berufsbedingt im Sitzen. Unsere Nahrung besteht nicht mehr, wie zu Beginn des letzten Jahrhunderts, überwiegend aus Kohlenhydraten und Ballaststoffen. Wir nehmen, auch durch die permanente Verfügbarkeit von verarbeiteten Lebensmitteln, in großen Mengen Fette, Eiweiße und raffinierte Kohlenhydrate zu uns. Hinzu kommen Stress und Leistungsdruck, die uns buchstäblich „auf den Magen schlagen“. Abgeschlagenheit, Unwohlsein und Verdauungsprobleme wie Verstopfung oder Durchfall sind die Folge.

So halten Sie Ihre Verdauung in Schwung

Die Verdauung ist ein Prozess, der im menschlichen Körper völlig unbewusst und automatisch abläuft. Meistens nehmen wir nur dann Notiz davon, wenn etwas nicht stimmt. Doch nicht jede Magenverstimmung rührt von einer ernsthaften Krankheit oder einer Unverträglichkeit. Meist fehlen uns Stoffe, die unseren Verdauungsprozess wieder ins Gleichgewicht bringen. Mit einem bewussteren Lebenswandel und einer gesunden Ernährung, bei der wir auf eine angemessene Nährstoffzufuhr achten, lassen sich viele Verdauungsbeschwerden aus dem Alltag verbannen.

Die folgenden Tipps sollten Sie daher beherzigen:

1. Bewegung

Aufgrund unserer Lebenssituation spielt Bewegung eine immer geringere Rolle in unserem Alltag: wir sitzen im Büro, auf dem Sofa oder im Auto und sind nicht mehr gezwungen uns übermäßig körperlich zu betätigen. Dieser Bewegungsmangel führt dazu, dass unser Körper träge wird. Bewegung regt jedoch die Darmbewegung, die sogenannte Peristaltik, an und hilft so dabei, Verdauungsprobleme gar nicht erst entstehen zu lassen. Ein Verdauungsspaziergang nach dem Essen und regelmäßige Bewegung von 30 Minuten pro Tag können Wunder wirken. Außerdem soll Bauchmuskeltraining dem Darm besonders gut tun. Übungen wie Sit-Ups oder Crunches wirken wie eine Massage auf unseren Darm und helfen so, ihn in Bewegung zu halten.

2. Ballaststoffe

Wer unter Verstopfung, auch Obstipation genannt, leidet, sollte auf ballaststoffreiche Lebensmittel zurückgreifen. Ballaststoffe sind Substanzen, zu denen unter anderem Pektin, Inulin und Zellulose gehören. Sie sind für den menschlichen Körper zumeist unverdaulich und sorgen durch ihre quellende, wasserbindende Wirkung in Magen und Darm dafür, dass das Volumen der Nahrung größer und so die Darmbewegung angeregt wird. Doch wer viele Ballaststoffe zu sich nimmt, sollte auch viel trinken – mindestens zwei Liter pro Tag. Beides zusammen hilft dabei, Verstopfung zu vermeiden. Der Richtwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die Zufuhr von Ballaststoffen beträgt 30 Gramm pro Tag. Aus diesem Grund sollten wir darauf achten, vermehrt Vollkornprodukte, bevorzugt aus Roggen, aber auch Nüsse, Mais, Datteln, Holunder- und Johannisbeeren zu uns zu nehmen. Allgemein sind frische, unverarbeitete Lebensmittel gute Ballaststofflieferanten. Auch unsere Kräuterhausprodukte Flohsamenschalen-Pulver und Chia-Samen enthalten einen hohen Anteil an nützlichen Ballaststoffen und können so dazu beitragen, dass die Verdauung angeregt wird.

3. Bitterstoffe

Der berühmte Magenbitter nach dem Essen soll der Verdauung gut tun – abgesehen vom Alkohol, der sich gegenteilig auswirkt – sind sogenannte Bitterstoffe, die in Kräutern, Obst und Gemüse enthalten sind, für unsere Verdauung wie Öl für einen Motor. Die schlechte Nachricht: in unserer Nahrung kommen immer weniger Bitterstoffe vor, da diese Geschmacksrichtung – im Gegensatz zu süß und salzig – nicht zu den Bevorzugten unserer Gesellschaft gehört. Gemüse und Obst werden so gezüchtet, dass immer weniger Bitterstoffe in ihnen vorkommen – und so auch ihre gute Wirkung auf den Verdauungsapparat verloren geht. Bitterstoffe sorgen dafür, dass im Mund die Speichel- und während der Verdauung die Säureproduktion angeregt wird. So kann das durch die Nahrung aufgenommene Fett besser verdaut und so manchem Verdauungsproblem vorgebeugt werden. Wem bittere Lebensmittel wie Rosenkohl, Grapefruits, Brokkoli oder Chicorée Probleme bereiten, dem empfehlen wir Bitterstoffe in Form von Tabletten.

4. Entspannung

Stress sorgt dafür, dass unsere Verdauung auf Sparflamme schaltet. Erleben wir Situationen, die uns nervös machen und den Blutdruck in die Höhe treiben, wird im Gehirn das Stresshormon Cortison ausgeschüttet. Dadurch befindet sich unser Körper im Flucht-Modus und konzentriert seine Kräfte auf Herz, Lunge und Muskeln, anstatt auf die Verdauungsorgane. Diese können ihre normale Funktion nicht mehr ausführen und transportieren die Nahrung nicht weiter. Die Folge sind Bauchschmerzen oder Übelkeit, aber auch Durchfall. Wer sich permanent Stresssituationen aussetzt, muss also damit rechnen, Verdauungsprobleme zu bekommen. Bewusste Entspannungsphasen und „Stresstraining“ können hierbei Abhilfe schaffen. Unser Tipp: Nehmen Sie sich eine Auszeit und geben Sie Ihrem Körper mit einem unserer belebenden Kurbäder Zeit, sich zu entspannen und neue Kräfte zu tanken.

Letzten Endes besteht das Geheimnis genau darin, sich Zeit zu nehmen – sowohl für aktive Entspannungsphasen, als auch für Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. Um unseren Körper im Gleichklang zu halten, ist es wichtig bewusst zu leben und auf die Signale unseres Körpers zu hören.

Infografik Verdauung

[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]

Bildquellen:

  • Infografik Verdauung: Kräuterhaus Sanct Bernhard | CC BY 2.0
  • Verdauungsbeschwerden: Halfpoint - Fotolia.com

Lizenz: Dieses Werk von Kräuterhaus Sanct Bernhard KG ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz. Beruht auf dem Werk unter Verdauungsprobleme: 4 Tipps wie Sie Ihren Körper im Gleichgewicht halten.

Produktbewertungen werden gesammelt von unserem Partner
trustpilot-logo