Sei nicht sauer!

Frau denkt an Essen

Fünfmal täglich Obst und Gemüse, viel Schlaf, kein Alkohol und regelmäßige Bewegung – So sähe ein gesunder Lebensstil aus! In der heutigen Zeit ist das aber oftmals nicht machbar. Wir hetzen von Termin zu Termin, essen mittags schnell einen Hotdog am Imbiss und fallen abends nur noch erschöpft mit einer Flasche Bier in der Hand aufs Sofa, statt uns noch aufs Rad zu schwingen oder im Park zu joggen. Die Folge: Übersäuerung!

Aber was bedeutet Übersäuerung eigentlich und welche Lebensmittel machen wirklich sauer?

Von einer Übersäuerung spricht man, wenn der Säuren-Basen Haushalt des menschlichen Körpers gestört ist. Körperbereiche wie Bindegewebe, Gallenflüssigkeit, Lymphe, Blut und auch ein großer Teil des Dünndarms sollten eigentlich basisch sein. Der Dickdarm dagegen sollte einen leicht sauren pH-Wert aufweisen. Doch durch falsche Ernährungsgewohnheiten, Stress, Nikotin- und Alkoholgenuss, Umweltgifte und unzureichende Bewegung fängt der Körper an zu übersäuern. All diese Faktoren stören unsere natürlichen Zellfunktionen und führen somit zu negativen Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Ein übersäuerter Organismus (findet man sonst als Normalzustand nur bei Toten vor) enthält zu wenig Sauerstoff und liefert den perfekten Nährboden für Viren, Bakterien und andere schädliche Mikroorganismen. Eine Übersäuerung zerstört also massiv den Zellstoffwechsel, was sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken kann

Symptome einer Übersäuerung – Wie erkenne ich ob ich übersäuert bin?

Übergewicht, Gelenkschmerzen, Arthrose, Allergien, Antriebsschwäche, Nierensteine, chronische Müdigkeit, Erkältungen, Bronchitis, Kopfschmerz, Nervosität, erhöhte Stressempfindlichkeit, Reizbarkeit, Akne und andere Hautkrankheiten sind nur einige Krankheiten, die als Folge von Übersäuerung auftreten können. Eine chronische Übersäuerung entsteht, wenn die Übersäuerung über Jahre anhält. Durch den Zugriff auf immer mehr zusätzliche Mineralstoffe erschöpfen sich so allmählich die körperlichen Reserven und das macht krank. Bei einer Übersäuerung versucht der Körper, das Blut so lange wie möglich basisch zu halten (pH-Wert 7,4). Denn schon eine geringe Abweichung zum pH-Wert 7,35 kann für den Menschen lebensgefährlich sein. Die Schulmedizin bezeichnet diesen umgehend therapiebedürftigen pH-Wert-Abfall des Blutes als Azidose.

Chronische Übersäuerung

Mit einer chronischen Übersäuerung hat die Azidose des Blutes aber nichts zu tun, sie tritt eher bei Diabetikern auf. Trotzdem führt die chronische Übersäuerung der Organe zu einer vermehrten Schlackenbildung im Körper und diese kann nicht nur zu Krankheiten führen, sondern auch zu frühzeitigen Alterserscheinungen, Falten, Haarverlust, Cellulite und Bluthochdruck. Nach jeder Mahlzeit versucht der Körper, die aufgenommene Nahrung in Brauchbares und Unbrauchbares zu zerlegen. Dies bezeichnet man als Stoffwechsel. Beim Prozess der Verdauung und Verstoffwechselung bildet der Körper eine Vielzahl von Säuren, die nicht ohne weiteres ausgeschieden werden können. Basische Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Kalium oder körpereigenes Natriumhydrogencarbonat sorgen in der Regel dafür, dass die Säuren neutralisiert werden. Ist die Übersäuerung aber zu groß, greift der Körper auf körpereigene Mineralstoffreserven zurück. Übrigens: In einem sauren Milieu können Krebszellen besonders gut gedeihen. Ein basischer Körper ist also äußerst wichtig.

Welche Lebensmittel führen zur Übersäuerung?

Zu den Lebensmitteln, die eine Übersäuerung fördern, gehören vor allem tierische Erzeugnisse wie Milchprodukte, Fleisch (insbesondere Wurstwaren), Weißmehlprodukte, Brot- und Nudelwaren (aus Weizen und Roggen), Milchschokolade, Cola, Fertigprodukte, Eis, Ketchup, Süßstoffe, Zucker, Alkohol, Margarine, Eier und einige Fischsorten. Basisch hingegen wirken vor allem Gemüse und Obst, insbesondere Kartoffeln und Wurzelgemüse, Wasser ohne Kohlensäure, Kräuter, Salate, Sprossen, Keime und Saaten. Gute Säurebinder sind vor allem Nüsse, Ölsaaten, Hülsenfrüchte, Kakaopulver in hoher Qualität, Mais, Hirse, in geringen Mengen Eier und Fisch aus biologischer Haltung, Gurken, Bohnen, Wirsing, Grünkohl, schwarzer Rettich, getrocknete Feigen, Bananen, Mandarinen und Rosinen.

Kennen Sie noch ein tolles basisches Rezept? Wir freuen uns auf ihre Vorschläge.

 

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