„Haut“sache Sonne

Sonniger Tag über Blumenwiese

Nach vielen dunklen und nassen Wintermonaten lacht uns morgens endlich wieder die warme Sonne ins Gesicht. Der Genuss von Sonnenstrahlen wirkt sich vor allem positiv auf die Stimmung aus. Wir kommen morgens beschwingter und leichter aus dem Bett, fühlen uns fitter und fröhlicher. Sonnenlicht regt zudem die Vitamin-D-Produktion an. Bei wenig Licht wird die Produktion von Serotonin heruntergefahren und stattdessen mehr Melatonin ausgeschüttet. Und Melatonin verursacht: Müdigkeit.

In der dunklen Jahreszeit schlafen wir deshalb mehr (durchschnittlich eine halbe Stunde pro Tag) und sind trotzdem tagsüber öfter müde und abgespannt. Der Mangel an Serotonin (auch als Glückshormon bekannt) kann zusätzlich negative Gefühle fördern, weswegen es dann schnell zur bekannten Winterdepression kommen kann.

Ist Sonne gesund?

Durch Sonnenstrahlen wird, wie bereits erwähnt, Vitamin D in unserer Haut gebildet. Das Wunder-Vitamin ist eigentlich ein Hormon, das wiederum in fast allen Geweben und Organen unseres Körpers wirkt. Bei einem Mangel an Vitamin D steigt das Risiko an einer Zivilisationskrankheit, wie Bluthochdruck, Depressionen oder Krebs, zu erkranken. Zudem macht Vitamin D auch die Knochen härter, stärkt die Muskulatur und ist nicht nur für Kinder lebensnotwendig. Unser Immunsystem wird gestärkt und widerstandsfähiger gegen Viren-Attacken, Grippe und Co. Langzeitstudien haben bewiesen: Wer sich öfters unter freiem Himmel aufhält, hat ein geringeres Risiko an Diabetes, Parkinson, Alzheimer, Herz-Kreislauferkrankungen und Depressionen zu erkranken.

Schattenseiten der Sonne

Ob Sonnenallergie, Hautalterung oder Hautkrebs – wo Licht ist, ist auch Schatten. Generell ist die Sonne gesund, wie immer gilt aber auch hier: Die Dosis macht das Gift. Wer sich ungeschützt der prallen Mittagssonne aussetzt, geht das Risiko eines Sonnenbrands, eines Hitzschlags oder einer Augenschädigung ein, schlimmstenfalls droht gar Hautkrebs. Sonnenanbeter sollten also Maß halten: weniger ist mehr.

Wie schütze ich mich?

Durch Textilien oder Sonnenschutzmittel kann ein effektiver Schutz der schädigenden Wirkungen der UV-Strahlen gewährleistet werden. Doch Vorsicht: Auch Sonnenmilch ist kein Freifahrtschein. Der auf der Verpackung angegebene Lichtschutzfaktor dient lediglich als Anhaltspunkt dafür, um wieviel länger man sich der Sonne aussetzen kann als ungeschützt. Baumwollshirts bieten im trockenen Zustand einen 90%igen Schutz vor UV-Strahlen, im nassen Zustand ist dieser Schutz aber um ein Vielfaches geringer. Mittlerweile bieten einige Hersteller sogenannte UV-Schutz-Bekleidung an, Kleidung mit integriertem Lichtschutzfaktor, besonders geeignet für Kinder, denen das regelmäßige Nachcremen schnell lästig wird.

Wer im Freibad oder im Strandurlaub die gesunde Kraft der Sonne für sich nutzen will, sollte einige Regeln befolgen:

  • Verbringen Sie die Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr idealerweise drinnen oder im Schatten, denn die Sonnenstrahlung ist zu diesem Zeitpunkt besonders intensiv.
  • Achten Sie immer auf ausreichenden Lichtschutz – Unsere Tabelle hilft Ihnen hier weiter (s.u)
  • Verlegen Sie an besonders heißen Tagen ihre sportlichen Aktivitäten auf die Morgen- oder Abendstunden
  • Deos und Parfüms können beim Sonnenbad Hautverfärbungen verursachen
  • Die Einnahme einiger Medikamente kann die Lichtempfindlichkeit deutlich erhöhen.
  • Nehmen Sie immer ausreichend Flüssigkeit zu sich, am besten Wasser, Schorlen oder ungesüßte Tees, so wird ihre Haut auch von innen befeuchtet.
  • Kleiden Sie sich luftig und weit z. B. Leinen und leichte Baumwollstoffe. Auch eine Kopfbedeckung ist – gerade bei Kindern – wichtig!

In unserer Hauttypen-Tabelle finden Sie ihren Hauttyp und unsere Lichtschutzempfehlung. Packen Sie also Creme, Sonnenschirm und Badehose ein und genießen Sie endlich den langersehnten Sommer.

Hauttyp

1

2

3

4

Kind

Hautfarbe

sehr hell, blass hell hellbraun braun sehr hell

Augenfarbe

meist blau blau, grün, grau grau, braun dunkel alle

Haarfarbe

rötlich blond dunkelblond dunkel alle

Sonnenbrand

sofort schnell selten kaum sehr schnell

Hauttyp

5-10 min 10-20 min 15-25 min 20-30 min max.10 min

Empfohlener LSF

LSF 30-50+ LSF 20-50+ LSF 15-30 LSF 10-15 LSF 30-50+

 

Trotzdem verbrannt? Was hat Ihnen dann am besten geholfen?

 

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