Kräuter – die Klassiker in der Küche

Kräuterhaus Sanct Bernhard - Kräuter

Für die einen ist es schlicht “Grünzeugs”, für die anderen der Schlüssel zum wahren Genuss. Fest steht in jedem Fall, dass Küchenkräuter unsere Speisen nicht nur geschmacklich optimieren, sondern auch positiven Einfluss auf die Gesundheit des Essers haben. Wir verraten Ihnen, welche Küchenkräuter Sie einfach anbauen können und erleichtern Ihnen die Qual der Wahl.

Fensterbank oder Garten?

Nicht jeder hat einen grünen Daumen, doch ein paar frische Kräuter in der Küche oder auf dem Balkon bzw. im Garten zu haben, ist kein Hexenwerk. Kräuter sind nicht nur eine schöne, frische Deko, sondern auch das i-Tüpfelchen in vielen Speisen.

Für den Anbau gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Beim Ziehen im Topf ist es wichtig, dass der Topf ausreichend groß ist. Prüfen Sie stetig, ob die Erde ausreichend ist. Wachsen die Wurzeln kreisförmig an der Topfwand entlang, ist es Zeit umzutopfen in ein größeres Gefäß mit mehr Erde.

Topfkräuter gibt es im Blumenladen, einer Gärtnerei und sogar in einigen Supermärkten. Die Qualität von letzteren lässt allerdings oft zu wünschen übrig. Möchten Sie die Pflanzen nach draußen stellen, achten Sie darauf, dass sie die Kräuter an die möglichen Temperaturunterschiede gewöhnen. Stellen Sie sie also am besten erst einmal für einige Tage in eine windgeschützte Ecke, bevor Sie sie ins Beet oder einen Pflanzenkübel einpflanzen.

Haben Sie einen Garten und möchten Sie sich ein komplettes Kräuterbeet anlegen, können Sie auch Kräutersamen nutzen. Fast das komplette Jahr über können Sie sich hier in der Vielfalt der Kräuter ausprobieren. Bereits ab März wachsen z. B. Kresse oder Rucola.

Küchenkräuter selbst anbauen

Damit nichts schief gehen kann bei Ihrer kleinen Kräuterzucht, ein paar Tipps von uns:

  • Kräuter wachsen am besten auf wasserdurchlässiger Erde, die ein mittleres Maß an Nährstoffen bereithält. Im Beet benötigen sie weniger Wasser als im Topf. Zusätzlich sollten Sie organischen Dünger (wie Kaffeesatz oder Eierschalen) nutzen, um Ihre Zöglinge mit genug Nährstoffen zu versorgen. Staunässe in den Töpfen sollte allerdings unbedingt vermieden werden.
  • Fangen Ihre Kräuter an zu blühen, sollten Sie die Blüten schnell entfernen, da die Blüten der Pflanze viel Energie und Aroma rauben.
  • Ist Ihr Außenbereich größentechnisch überschaubar, nutzen Sie Töpfe und stellen Sie diese nah an die Hauswand. Hier sind die Kräuter geschützt und Sie können sich beim Verweilen auch noch zusätzlich an deren Geruch erfreuen.
  • Möchten Sie in einem Beet den Schädlingen den Garaus machen, können Sie gut als Randkräuter Schnittlauch und Petersilie nutzen und so Salat oder anderes Gemüse schützen.
  • Dieselben Ansprüche an den Standort haben Lavendel, Rosmarin, Salbei und Thymian. Petersilie und Basilikum sind ein perfektes Paar, ansonsten ist Petersilie nicht für eine Mischkultur geeignet.
  • Ernten Sie regelmäßig Teile Ihrer Kräuter, wenn Sie sie in der Küche benötigen, und beschneiden Sie diese etwas radikaler im Herbst. So wachsen Sie auf Dauer buschiger und bereiten Ihnen noch mehr Freude.
  • Beim Überwintern sollten Sie sich vor allem um Ihre Topfpflanzen im Freien kümmern, da diese schnell durchfrosten. Umwickeln Sie sie z. B. mit Kokosmatten oder stellen Sie sie in einen zweiten, größeren mit Laub befüllten Kasten, um sie vor der Kälte zu schützen.

Welche Kräuter gehören in Ihre Küche?

Die Klassiker unter den Kräutern sind sicherlich Petersilie, Schnittlauch, Dill und Kresse.

Aber auch Kräuter, die in der mediterranen Küche gerne zu finden sind, sind beliebte Küchenkräuter: Basilikum, Thymian, Rosmarin, Oregano und Salbei.

Kochen Sie gerne asiatisch, können wir Ihnen Koriander, Schwarznessel und Thai-Minze sehr empfehlen.

Hier ein paar Fakten über unsere 5 Spitzenreiter:

  • Schnittlauch: Beliebt zu Rührei und zum Verfeinern von Salaten, Standort sonnig bis halbschattig, lockerer Boden, lange Keimdauer bei Temperaturen unter 18 Grad Celsius, 30 cm Reihenabstand, hoher Gehalt an Ballaststoffen und Mikronährstoffen
  • Dill: Perfekt zu Gurken oder Fischgerichten, einjährige Pflanze, nährstoffreicher Boden, sonniger Standort, Keimung innerhalb von 3 Wochen, 25 cm Reihenabstand, enthält ätherische Öle sowie Kalium, Kalzium und Natrium
  • Kresse: Gern verwendet als Dekoration auf Salaten und zu Ei, von Halbschatten bis Sonne, anspruchslos – wächst auf allen Böden, wird dicht gesät, Keimdauer von 4 Tagen, enthält hohe Mengen an Kalzium, Kalium, Folsäure, Jod, Vitamin C und Eiweiß
  • Petersilie: Vielseitig einsetzbar (gerne zu Kartoffelgerichten), sonnig bis halbschattig, humusreicher Boden, einige Wochen Keimdauer, Reihenabstand 20 cm, enthält B-Vitamine, Vitamin C, Folsäure und Carotinoide, Kalzium, Magnesium und Eisen
  • Basilikum: Findet vor allem Anklang in der italienischen Küche, je sonniger desto besser, nährstoffreicher Boden, Keimung bei über 16 Grad Celsius innerhalb von ein paar Tagen, beinhaltet viele ätherische Öle

Machen Sie Ihre Ernte haltbar!

Um lange etwas von Ihren Kräutern zu haben oder um Herr über Ihre Kräutervielfalt zu werden, trocknen Sie Teile Ihrer Kräuter doch einfach. So haben Sie das Ganze Jahr über den vollen Genuss. Die beste Erntezeit für eine Trocknung ist ihre Blütezeit, da einige Kräuter danach Ihr Aroma verlieren. Schneiden Sie dazu die Kräuter kurz über der Erde ab, säubern Sie diese durch sanftes Ausschütteln und entscheiden Sie sich für eine Methode der Trocknung.

  1. Lufttrocknung: Einfach die Kräuter bündeln, mit einem Garn zusammenbinden und kopfüber aufhängen. Die perfekte Temperatur liegt zwischen 20 und 30 Grad Celsius.
  2. In der Mikrowelle: Wenige Kräuter kann man auch in der Mikrowelle auf einem Küchenpapier trocknen, ohne dass sie ihr Aroma verlieren. Dazu gehören Thymian, Oregano und Majoran. Achten Sie nur auf eine sehr niedrige Watt-Einstellung. Innerhalb von ein paar Minuten ist das gewünschte Ergebnis erreicht.
  3. Im Backofen: Legen Sie die Kräuter auf ein Backblech und stellen Sie den Ofen auf 30 bis maximal 50 Grad Celsius. Schauen Sie nach zwei Stunden nach den Kräutern und verlängern Sie die Trocknungszeit je nach Bedarf. Im besten Fall lassen Sie den Ofen einen kleinen Spalt offen.

Testen Sie Ihren grünen Daumen!

Wenngleich es weltweit Tausende für den Menschen essbare Wildkräuter gibt, so schafft doch nur ein kleiner Teil davon regelmäßigen Eingang in unsere Kochtöpfe und auf unsere Teller. Vielleicht gelingt es ab jetzt auch mit Ihrer eigenen kleinen Zucht. Und wenn Ihnen der Aufwand zu hoch ist, greifen Sie auch gerne auf unsere Kräuterprodukte zurück. Wir haben einiges im Sortiment von Kräuter-Salz und -Pfeffer bis hin zu Kräuter-Nudeln und Salatwürze.

Verwöhnen Sie sich selbst mit dem gewissen Frische-Etwas in Ihrem Zuhause. Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und lassen Sie es sich schmecken!

Bildquellen:

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