Lebensgefährte Stress

Stressfrei - Bild eines Stegs im Sonnenuntergang

Stress hat viele Gesichter. Besonders wenn wir das Gefühl haben, einer Situation nicht gewachsen zu sein, reagiert unser sensibles Nervensystem mit der Ausschüttung von Cortisol, dem Stresshormon. Schon das Gefühl, etwas nicht schaffen zu können, führt zu typischen Anzeichen von Stress.

Was genau läuft bei Stress im Körper ab?

Rein physiologisch steigt der Blutdruck, die Atmung und der Puls werden schneller und Stresshormone werden ausgeschüttet, um den Körper auf eine Notsituation vorzubereiten. Hierzu zählen Cortisol und Adrenalin. Verschwindet der Auslöser der Stresssituation, der sogenannte Stressor, kehrt unser Organismus zum Normalzustand zurück. Sobald der Körper nicht mehr in seinen Normalzustand zurückkehrt, kann dies zur chronischen Angst führen. In solchen Situationen richtet sich unser Stress daher oftmals gegen uns selbst. Die bereitgestellten Energien werden gar nicht benötigt, und beim ständigen Daueralarm können dann gesundheitliche Schäden entstehen. Dazu gehören unter anderem: Hoher Blutdruck, Verdauungsbeschwerden, ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt, Spannungskopfschmerzen, eine erhöhte Infektionsanfälligkeit, Depressionen, Migräne, Zyklus- und sexuelle Störungen. Eine Vielzahl von Krankheiten wird durch Dauerstress ausgelöst, und auch das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt.

Stressoren

Als Stressoren bezeichnet man Stress auslösende Situationen wie beispielsweise den Tod eines geliebten Menschen, einen Unfall, Angst um den Job, Krankheit in der Familie oder Arbeitslosigkeit. Diese Stressoren sind oftmals für viele Menschen sehr belastend. Häufig sind es aber auch kleine Ärgernisse oder Streit im alltäglichen Leben, die Stress bei uns auslösen. In geringen Dosen kann uns Stress auch im positiven Sinne beeinflussen und uns zu Höchstleistungen anspornen, zum Beispiel im Hochleistungssport. Stress hat also auch einen positiven Effekt – er fördert nämlich unsere Leistungsfähigkeit. Negativ wird Stress erst dann, wenn ein Gefühl der Überforderung entsteht. Nutzen wir unseren Körper deshalb als Frühwarnsystem vor einer drohenden Überbelastung.

Selbstwahrnehmung

Gefühle und Stress sind eng miteinander verbunden. Jeder Mensch reagiert auf Stress unterschiedlich; wie reagieren Sie auf eine Stresssituation? Wütend? Aggressiv? Weinerlich? Welche Gedankenmuster wiederholen sich in diesen Situationen bei Ihnen? Stehen Sie im Stau, können Sie sich nun innerlich darüber aufregen oder aber beim anstehenden Termin anrufen, Bescheid geben, dass Sie später kommen, und das Autoradio einschalten. Negativer Stress richtet sich letztendlich immer gegen Sie selbst und gegen Ihre eigene Gesundheit. Versuchen Sie also, Ihr Gedankenmuster zu erkennen und an sich selbst zu arbeiten. Fragen Sie sich, ob Ihre Ängste und Gedanken überhaupt realistisch sind. Überlegen Sie sich in der nächsten stressigen Situation, ob Sie mit Ihren negativen Gedanken irgendetwas ändern können.

Was hilft mir, mit Stress besser umzugehen?

Leiden Sie unter chronischem Stress, sollten Sie versuchen, die Situation, die negative Gefühle in Ihnen auslöst, zu erkennen und zu ändern. Versuchen Sie, sich auf positive Dinge zu konzentrieren und ruhig zu bleiben. Sport und autogenes Training können Ihnen helfen, zu entspannen und loszulassen. Auch Meditation, Spaziergänge an der frischen Luft, Gartenarbeit und Akupunktur können helfen.

Was hilft Ihnen, wenn Sie mal wieder unter Strom stehen? Haben Sie Tipps für andere Leser?

 

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