Sommergrippe

Sommergrippe

Endlich ist der Sommer da! Wir freuen uns über angenehme Temperaturen, tragen kurze Kleidung und verbringen die langen Tage im Freien. Die ideale Zeit, um endlich auszuspannen, dem Körper etwas Gutes zu tun und genügend Sonnenstrahlen zu tanken, bevor das Wetter wieder schlechter wird. Sonnenlicht bewirkt nicht nur ganz subjektiv positive Gefühle bei uns, es hilft auch dabei das Immunsystem zu stärken. Mittels UV-B-Strahlung wird das Cholesterin im Körper aktiviert, woraus das sogenannte „Sonnenhormon“ Vitamin D entsteht.

Während wir uns also auf unserem Liegestuhl in der Sonne entspannen, ist es umso überraschender, wenn wir eines Morgens mit einem Kratzen im Hals aufwachen. Oft kommen Symptome wie Husten, Schnupfen, Fieber, Kopf-, Hals- und Ohrenschmerzen aber auch Magen-Darm-Beschwerden hinzu.

Wogegen wir uns warm eingepackt im Winter schützen wollen, erwischt uns gerade bei hochsommerlichen Temperaturen: Die Rede ist von der Sommergrippe.

Was genau ist Sommergrippe eigentlich?

In den häufigsten Fällen wird die sogenannte Sommergrippe vom Enterovirus und dieser Gattung zugehörigen Cockasackie-und ECHO-Viren verursacht. Das Enterovirus ist eng mit dem Rhinovirus verwandt, dem Erreger, der Schnupfen und Erkältungen verursacht. Mit der Grippeerkrankung (Influenza), die im Winter auftritt, ist die Sommergrippe aber nicht verwandt.

Warum tritt die Sommergrippe bei warmen Temperaturen auf?

Das Besondere am Enterovirus, speziell seiner Untergattung dem ECHO-Virus, ist, dass neben der Tröpfcheninfektion auch kontaminiertes Trinkwasser als Übertragungsquelle gilt. Sind etwa Badeseen oder Schwimmbecken mit Enteroviren verunreinigt, kann es nach heißen Sommertagen zu vermehrten Infektionen kommen. Die häufigsten Übertragungsquellen bleiben aber verunreinigte Gegenstände oder Lebensmittel. Gerade Kinder in Tageseinrichtungen sind häufig von der Sommergrippe betroffen.

Temperaturunterschiede richtig einschätzen lernen

Nicht nur wir mögen sommerliche Temperaturen, auch für Viren ist Wärme die ideale Umgebung, um sich schnell auszubreiten. Urlauber klagen häufig über Grippe-Symptome nach Ihrer Reise in Bus, Bahn und Flugzeug.
Der Grund hierfür ist, dass die Unterschiede zwischen klimatisierten Innenräumen und sehr heißen Außentemperaturen eine Belastung für den Organismus darstellen. Auch Zugluft kann dazu führen, dass die Schleimhäute der Nase weniger stark durchblutet sind und so nicht mehr als Schutz vor Krankheitserregern wirken.

Was tun, um die Sommergrippe zu vermeiden?

Eine Erkrankung ist in der Urlaubszeit mehr als unpassend, deshalb kann man mit dem richtigen Wissen eine Infektion vermeiden. Behalten Sie folgende Regeln im Kopf, um einer Sommergrippe in Ihrem Urlaub zu entgehen:

  • Waschen Sie Ihre Hände gründlich und regelmäßig.
  • Beachten Sie stets die Hygiene-Regeln bei der Zubereitung von Speisen.
  • Wenn Sie unterwegs sind, greifen Sie auf geschältes Obst zurück.
  • Meiden Sie intensive, lange Sonnenbäder, da übermäßige Sonnenstrahlung den Körper schwächen kann.
  • Trinken Sie ausreichend Wasser und leichte Kräutertees, um das Immunsystem zu stärken, denn gerade bei steigenden Temperaturen braucht der Organismus eine hohe Flüssigkeitszufuhr.
  • Packen Sie bei Flugreisen zusätzliche Kleidung zum Überziehen ein.
  • Greifen Sie auf ballaststoff- und vitaminreiche Kost statt fettigem Fast-Food zurück.

Und wenn es Sie doch erwischt

Bei der Sommergrippe gilt wie bei jedem leichten Infekt: Schonen Sie sich! Dabei sollten Sie tatsächlich Ihre Sonnenliege gegen Ihr Bett eintauschen, um eine weitere Belastung für Ihren geschwächten Organismus zu vermeiden. Bei Beschwerden, die über drei Tage anhalten, oder wenn Ihr Fieber auf 39 Grad ansteigt, suchen Sie bitte einen Arzt auf.

Sie können Ihren Körper mit wirksamen Hausmitteln bei der Regeneration unterstützen.

Ingwer – scharfe Knolle mit Wirkung

Ingwer ist nicht nur als Zutat in der asiatischen Küche ein echter Alleskönner; auch bei Infekten sorgt er mit seinen Inhaltsstoffen für eine Verbesserung der Durchblutung. Die typischen scharfen ätherischen Öle der Ingwer-Knolle wirken sogar leicht antibakteriell und helfen bei der Regeneration der Schleimhäute.

Tun Sie sich mit diesem Rezept etwas Gutes!

Heiße Zitrone mit Ingwer

  1. Den Saft einer Zitrone in ein hohes Glas auspressen, anschließend nach Belieben ein Stück Ingwer abschneiden. Empfehlenswert sind mindestens zwei Zentimeter. Manch einer mag es aber auch gerne schärfer.
  2. Den Ingwer in dünne Scheiben schneiden oder mit einer Küchenreibe raspeln und zu dem Zitronensaft geben.
  3. Wasser kochen, etwas auskühlen lassen und die Zitronen-Ingwer-Mischung damit aufgießen.
  4. Anschließend können Sie die Mischung nach Belieben mit Zucker oder Honig süßen.

Spitzwegerich – Wohltat für die Atemwege

Spitzwegerich ist eine Art der Wegerich-Gewächse, die in Europa weit verbreitet ist. Die in der Pflanze enthaltenen Gerbstoffe sowie die Wirkung der ebenfalls enthaltenen Abbauprodukte von Acubin wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Spitzwegerich wird deshalb traditionell bei Erkältungskrankheiten sowie Entzündungen des Mund- und Rachenraums verwendet.

Die Blätter des Spitzwegerichs können gesammelt und getrocknet zu einem Kräutertee zubereitet werden. Alternativ sind Spitzwegerich-Säfte aus gepressten frischen Blättern besonders wirksam.

Acerola – Powerfrucht mit Vitamin C

Vitamin C trägt bekanntermaßen zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Die Acerola-Kirsche schlägt alle bekannten Vitamin C-Lieferanten, wie Zitronen, Orangen oder Erdbeeren um Längen. Ganze 1.700 Miligramm pro 100 Gramm Vitamin C stecken in diesen kleinen Früchten. Die ursprünglich in Mexiko beheimatete Steinfrucht versorgt den Körper darüber hinaus mit dem Provitamin A, Vitamin B1 und Vitamin B12.

Gerade in heißen Monaten können die sauren Acerolafrüchte roh gut im Obstsalat zubereitet werden. Der Saft der Acerola schmeckt hervorragend mit süßeren Säften.

Für diejenigen, für die es schnell gehen muss, gibt es Acerola auch als Nahrungsergänzungsmittel.

Mit diesen Tipps sind Sie gegen eine Sommergrippe bestens gewappnet und können sich entspannt im Liegestuhl zurücklehnen. Wir wünschen Ihnen eine entspannte Urlaubszeit!

Unsere Infografik zeigt Ihnen die wichtigsten Fakten über die Sommergrippe und wie Sie sie behandeln können.
Unsere Infografik zeigt Ihnen die wichtigsten Fakten über die Sommergrippe und wie Sie sie behandeln können.
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