Gut versorgt durch die Schwangerschaft

Kräuterhaus Sanct Bernhard - Ernährung in der Schwangerschaft

Sie halten den positiven Schwangerschaftstest in der Hand und können Ihr Glück kaum fassen. Das Gefühl, das in Ihnen aufkommt, ist unbeschreiblich. Doch auch ein kleines bisschen Respekt schwingt mit, denn gerade bei dem ersten Kind ist die Unwissenheit groß. Was kommt auf Sie zu in der Schwangerschaft? Worauf müssen Sie bei Ihrer Ernährung achten? Viele Themen schwirren in Ihrem Kopf herum. Wir geben Ihnen ein paar Tipps, worauf Sie bei Ihrer Versorgung achten müssen.

Ernährung in der Schwangerschaft

Schwanger werden klingt so einfach – kann es sein, muss es aber nicht. Bei manchen Paaren funktioniert es sofort, bei anderen dauert es Monate. Sowohl während der Zeit des Kinderwunsches als auch während der Schwangerschaft sollten Sie auf Ihre Ernährung achten. Über Essgewohnheiten und Heißhungerattacken haben Sie sicherlich schon die wildesten Geschichten gehört. Saure Gurken stehen ganz oben auf der Liste, wenn man nach Gelüsten von Schwangeren fragen würde. Tatsächlich nur ein Mythos, denn Umfragen haben ergeben, dass eine schwangere Frau genauso viele Gurken isst, wie eine nicht-schwangere Frau. Dennoch passt die Gurken-Theorie wunderbar zu Ihrem Mineralhaushalt, der in der Schwangerschaft aufgefüllt werden muss.

Wichtig ist, dass Sie sich bewusst ernähren, denn Sie müssen jetzt nicht nur sich, sondern auch Ihr Kind versorgen. Die benötigten Nährstoffe erreichen Ihr Baby über Nabelschnur und Plazenta. Ab dem fünften Schwangerschaftsmonat sollten Sie etwa 300 Kalorien mehr als gewöhnlich zu sich nehmen. Als goldene Regel gilt allerdings während der kompletten Schwangerschaft: Nicht mehr essen, sondern besser. Zudem sollten Sie Risikofaktoren ausschließen! Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum, Schlafmangel sowie Stress sind nur wenige davon. Beschränken Sie außerdem Ihren Koffeinkonsum auf 200 mg pro Tag und denken Sie dabei daran, dass nicht nur in Kaffee, sondern auch in Schokolade oder Softdrinks Koffein sein kann oder Teein in einigen Teesorten.

Die richtige Vitaminzufuhr

Wenn Sie im Alltag eher der Typ Fertigsuppe und Tiefkühlpizza sind, ist es jetzt an der Zeit umzuschwenken, um Mangelerscheinungen zu vermeiden und Ihr Kind optimal zu versorgen:

  • Nehmen Sie ausreichend Nährstoffe zu sich in Form von Obst und Gemüse. Diese bieten sich auch als Snack für Zwischendurch an.
  • Greifen Sie zu Vollkornprodukten statt zu Weizen. Besonders wichtiges Magnesium ist hier enthalten.
  • Versorgen Sie sich ausreichend mit Milch- und Milchprodukten, denn Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt. Als Richtwert kann man einen halben Liter Milch und minimal zweimal täglich Joghurt, Quark oder ähnliches rechnen. Kleiner Tipp am Rande: Auch Sesamkörner sind ein beliebter Calcium-Lieferant.
  • Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, am besten durch Wasser und ungesüßte Tees.

Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft

Jod, Folsäure und Eisen. Vermutlich jeder Frau sind diese Begriffe im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft schon einmal zu Ohren gekommen. Das Dreier-Gespann ist eine wichtige Nährstoff-Kombination, die Sie während Ihrer Schwangerschaft vermehrt benötigen. Da nicht immer eine ausreichende Versorgung über die Ernährung gewährleistet werden kann, empfehlen viele Ärzte auch eine Nahrungsergänzung.

  • Jod: Das Spurenelement unterstützt die Schilddrüse bei der normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und trägt zu einer normalen kognitiven Funktion bei. Da der Bedarf in der Schwangerschaft erhöht ist, sollten Sie vermehrt jodhaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Dazu zählen Seefisch, Spinat, Champignons, Brokkoli, Erdnüsse oder Kuhmilch. Zudem sollten Sie jodiertes Speisesalz nutzen. Allerdings ist der erhöhte Bedarf von 100-150 Mikrogramm zusätzlich schwer zu decken, deshalb empfiehlt es sich nach Rücksprache mit Ihrem Arzt entsprechende Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen – vorausgesetzt Sie haben eine gesunde Schilddrüse.
  • Folsäure: Das B-Vitamin Folat ist vor allem in Lebensmitteln, wie Vollkornbrot, Wildreis, Haferflocken, Weintrauben, Erdbeeren und Nüssen enthalten. Allerdings reagiert es so empfindlich auf Licht und Hitze, dass es auch bei allem Bemühen einer richtigen Ernährung zu einer Mangelerscheinung kommen kann. Wichtig ist Folsäure vor allem zur Minimierung des Risikos des offenen Rückens (Spina bifida) bei Ihrem Baby. Außerdem unterstützt es beim Wachstum und somit bei der Entwicklung des Kindes. Zur Vorbeugung wird empfohlen ca. 400 Mikrogramm Folsäure pro Tag vier Wochen vor der erhofften Befruchtung und während der ersten drei Monate der Schwangerschaft einzunehmen.
  • Eisen: Um einer Eisenmangelanämie (Blutarmut) in der Schwangerschaft vorzubeugen, ist es notwendig, ausreichend Eisen über die Nahrung aufzunehmen. Durch einen Mangelzustand steigt die Infektionsanfälligkeit und Müdigkeit. Bei dem ungeborenen Baby steigt das Risiko einer Frühgeburt. Eisenhaltige Lebensmittel sind Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen, Linsen etc.), Pflaumen, Rosinen oder Blattgemüse. Empfehlenswert ist es, eisenhaltige Lebensmittel zusammen mit Vitamin-C-haltigen Getränken aufzunehmen, da das Eisen so besser vom Körper aufgenommen werden kann. Eine Nahrungsergänzung durch Eisenpräparate ist nur empfehlenswert, wenn sie vom Arzt entsprechend festgestellt wurde, da sonst eine Überdosierung erfolgen kann, die Verstopfung und Magenprobleme mit sich bringt.

Dauerhaft gut versorgt

Da sich Ihr Bedarf und der Ihres Kindes während der Schwangerschaft verändert, achten Sie darauf, dass Sie auch Ihren Nährstoffhaushalt dementsprechend anpassen. Vom Kinderwunsch bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche ist es vor allem wichtig, dass Ihr Kind sich in der ersten Phase gut entwickelt. Ab der 13. Schwangerschaftswoche benötigt das Ungeborene wichtige Nährstoffe, unter anderem für das schnelle Wachstum. Vor allem aber hören Sie auf sich und Ihren Körper – Ihr Baby wird es Ihnen danken!

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