Gelenkschmerzen – was tun?

Kräuterhaus Sanct Bernhard - Gelenkschmerzen

Haben Sie schon einmal von einem architektonischen Meisterwerk gehört, das nur aus einem einzigen Baustein besteht? Wir auch nicht! Der Kölner Dom wurde aus ca. 50 unterschiedlichen Steinsorten erbaut. Wie viele Steine pro Steinsorte in den Gemäuern stecken, weiß wohl keiner. Dasselbe gilt für unwahrscheinlich viele andere beeindruckende Gebäude weltweit. Doch hier möchten Sie ja keinen Artikel über Architektur lesen, sondern über Gelenke. Wieso also das Beispiel mit den Bausteinen?

Bausteine bei Gelenkschmerzen

Wenn Sie in Ihren Gelenken – am ganzen Körper oder auch z. B. in den Fingern oder Knien – Schmerz verspüren, reicht oft nicht nur ein einziger Ansatz, um dem entgegenzuwirken. Eine Therapie, die lediglich aus einem Punkt auf der To-do-Liste besteht, wird allein meist nicht viel bewirken. Nahrungsergänzungsmittel sind eine wunderbare Unterstützung, man darf sich jedoch nicht auf sie allein verlassen. Sport und Bewegung sind ein wahres Muss, jedoch können auch sie nicht alles stemmen. Deswegen muss die Vorgehensweise bei Gelenkschmerzen oder -problemen auch aus mehreren Bausteinen bestehen, damit sie ein wirkungsvolles und nützliches Gebäude ergibt. Welche Bausteine sind das?

  1. Arztbesuch
    Lassen Sie die Ursache der Beschwerden ärztlich abklären. Es gibt viele Gelenkerkrankungen, wie beispielsweise Arthrose oder Arthritis, aber nur wer die Ursache seiner Beschwerden kennt, kann das Problem an der Wurzel packen. Halten Sie sich an den erstellten Therapieplan.
  2. Bewegung
    „Wer rastet, der rostet.“ Damit hatten unsere Omas definitiv recht. Mangelnde Bewegung führt dazu, dass die Gelenke weniger „geschmiert“ werden, und so werden die Gelenkknorpel spröde – die Beschwerden verschlimmern sich durch Schonung anstatt besser zu werden.
  3. Ernährung & Nahrungsergänzung
    Achten Sie auf genügend Gemüse, Obst, Nüsse und am liebsten noch fettreichen Seefisch auf Ihrem Speiseplan. Oft ist es jedoch nicht möglich, alle Nährstoffe in ausreichendem Maße durch die Nahrung zu sich zu nehmen. Hier ist eine Ergänzung der Nahrung (Kapseln, Tabletten etc.) durchaus sinnvoll. Vermeiden sollten Sie rotes Fleisch und Wurst, da in ihnen Stoffe enthalten sind, die Entzündungen fördern. Aus demselben Grund sollten Sie Ihren Zuckerkonsum senken, denn auch dieser begünstigt Entzündungen. Süßigkeiten, Kuchen und Kekse sollten also zur Ausnahme werden.
    Übrigens immer wichtig: Trinken, trinken, trinken!

Individuelle Bedürfnisse

Natürlich ist dies nur ein allgemeiner Ansatz gegen Gelenkschmerzen. Jeder Mensch ist einzigartig – und so auch seine Beschwerden und Bedürfnisse. Wir möchten Ihnen hier ein paar Informationen und Tipps mit an die Hand geben, die Sie bei der Erstellung Ihres persönlichen „Bauplans“ unterstützen sollen.

Sie waren beim Arzt, haben Ihre ersten Therapien für Ihre Gelenke verschrieben bekommen (Physiotherapie, manuelle Therapie) und wollen jetzt auf jeden Fall auch im Alltag alles tun, damit es Ihren Gelenken gut geht? Wie gehen Sie das am besten an?

Gelenkschonende Sportarten

Auch wenn man immer wieder hofft, man könne eine Pille nehmen, um alle Beschwerden loszuwerden: Um Bewegung werden Sie nicht herumkommen. Vielleicht mag Joggen für Ihre Knie nichts sein. Oder es ist bei Ihren Hüftschmerzen an Wandern in hügeligen oder bergigen Gegenden gar nicht zu denken! Spazierengehen ist aber auch etwas, wovon Sie nun einfach genug haben. Was bleibt denn dann noch an Bewegungsmöglichkeit, um Ihre Gelenkschmerzen zu lindern?

Hier unsere Top 5:

  1. Rudern
    Beim Rudern trainieren Sie ca. 80 % des Körpers in einer gelenkschonenden Haltung. Wenn Sie einen Ruder-Klub um die Ecke haben: top! Ansonsten haben Fitnessstudios meist mindestens ein Rudergerät oder Sie schaffen sich einfach ein eigenes an, auf dem Sie sich bei Wind und Wetter zu jeder Tageszeit gelenkschonend bewegen können und trainieren gleichzeitig Ihr Herz-Kreislaufsystem, Ihre Koordination und den Gleichgewichtssinn.
  2. Schwimmen
    Die Belastung der Gelenke im Wasser sinkt um 90 %. Dennoch trainieren Sie fast jeden einzelnen Ihrer Muskeln durch den Wasserwiderstand – und das viel intensiver als an Land. Bei Hüft- oder Kniebeschwerden eignet sich besonders der Kraulstil. Bei Rückenproblemen am besten auf dem Rücken schwimmen. Passen Sie das Training Ihrer Kondition und Ihren Bedürfnissen an.
    Sie schwimmen gerne eine Stunde am Stück? Wow – tun Sie das weiterhin!
    Sie wollen oder müssen es langsamer angehen lassen? Sechs intensive Schwimmeinheiten je 10 Minuten mit gemütlicheren Pausen dazwischen sind genauso gut.
    Ihnen ist Schwimmen zu langweilig? Viele Schwimmbäder bieten Aqua-Gymnastik, Aqua-Jogging oder sogar Aqua-Zumba an.
  3. Wandern
    Ja, tatsächlich wandern. Sie müssen ja nicht gleich den nächsten 4.000er besteigen. Suchen Sie sich flache Gegenden aus, vorzugsweise im Wald, denn dort ist der Boden meist weicher, was die Gelenke schont. Möchten Sie dennoch ein paar Höhenmeter bezwingen, so nehmen Sie am besten Wanderstöcke mit auf Ihre Tour. Achten Sie bei Ihren Bewegungsabläufen darauf, dass Sie Ihre Knie stets ein wenig beugen. Damit wird das meiste Gewicht von Ihren Muskeln getragen, was Ihre Gelenke entlastet.
  4. Fahrradfahren
    Diese Bewegungsabläufe entlasten Ihre Knie. Wenn Sie auf eine hohe Trittgeschwindigkeit achten, wird es durchaus auch sehr sportlich! Selbstverständlich können Sie auch etwas gemütlicher durch die Welt radeln.
  5. Bouldern
    Anders formuliert: seilfreies Klettern in Absprunghöhe. Das Bouldern ist ein vielseitiges Ganzkörpertraining, bei dem auch Muskelgruppen trainiert werden, die sonst in alltäglichen Bewegungsabläufen nicht beansprucht werden. Es trainiert eine grade Haltung und die Rumpfmuskulatur sowie die Koordination. Und das auf gelenkschonende Weise.
    Sie treiben am liebsten draußen Sport? Dann ist ein Hochseilgarten hierzu geeignet. Oder sind sie eher der Indoor-Liebhaber? In Kletterhallen können Sie das Bouldern auch gerne ausprobieren.

Nahrungsergänzung bei Gelenkbeschwerden

Sie waren beim Arzt, Sie haben sich eine (oder mehrere) Sportart(en) ausgesucht, Sie trinken ausreichend und ernähren sich abwechslungsreich – und trotzdem zwickt und sticht es und die Gelenkschmerzen möchten nicht verschwinden. Dann braucht Ihr Therapie-Gebäude wahrscheinlich noch einen weiteren Baustein: die Nahrungsergänzung. Welche Wirkstoffe sind am sinnvollsten?

Glucosamin-Chondroitin
Diese beiden Stoffe sind wesentliche Bestandteile der Knorpelsubstanz und des Knorpelgewebes. Sind sie nicht ausreichend vorhanden, kann der Knorpelbereich nicht reibungslos funktionieren.

Glycosaminglykane (GAG)
Sie kommen in der Gelenkflüssigkeit und im Gelenkknorpel vor, aber auch im Bindegewebe. Glycosyminglykane sorgen mit dafür, dass die Gelenke „wie geschmiert“ funktionieren.

Teufelskralle
Sie ist entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zwei Effekte, die bei schmerzenden Gelenken sehr willkommen sind.

Collagen-Hydrolysat
Unsere Gelenkknorpel bestehen zu 70 % aus Collagen. Collagen-Hydrolysat wird vom Körper besonders gut aufgenommen. Speziell optimierte Kollagenpeptide fördern nachweislich das Gelenkknorpelwachstum und wirken so dem alters- und belastungsbedingten Gelenkverschleiß entgegen.

Wir hoffen, Sie konnten sich aus unseren Vorschlägen einen vernünftigen Bauplan zusammenstellen, um Ihre Gelenkschmerzen anzugehen. Details gibt es noch viele, über die man ganze Bücher schreiben kann. Eventuell mag es sein, dass Sie sich hier auch noch mehr über einen auf Sie abgestimmten Bereich informieren. Wir empfehlen hier gerne vertrauenswürdige Fachliteratur, die wirksame Verfahren bzw. Stoffe erläutert. Unsere Fachberatung ist hier stets auf dem neuesten Stand: beratung@kraeuterhaus.de

Bleiben oder werden Sie gesund und sagen Sie dem Schmerz in Ihren Gelenken auf Wiedersehen!

Bildquellen:

  • ksb_beitragsbild_gelenke: Kräuterhaus Team

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