Nachlassende Gedächtnisleistung – Was tun?

Gedächtnistraining: Fit im Kopf
Das Gehirn des Menschen

Bereits ab dem Alter von 30 Jahren lässt unsere Gedächtnisleistung nach. Plötzlich fällt uns der Name des Nachbarn nicht mehr ein, der Schlüssel ist unauffindbar und das Auto im Parkhaus scheinbar spurlos verschwunden. Doch woran liegt es, dass unsere „grauen Zellen“ plötzlich nicht mehr so funktionieren, wie wir möchten?

Unsere Nervenzellen sind permanent im Einsatz. Um ständig leistungsfähig zu sein, benötigen sie deshalb eine ununterbrochene Energiezufuhr. Jedoch geht den Mitochondrien (den Kraftwerken der Zelle) im Laufe unseres Lebens langsam die Kraft aus. Die Energieversorgung der Zellen nimmt ab und damit auch das einwandfreie Funktionieren unseres Gedächtnisses, denn die Informationsübertragung zwischen den Nervenzellen verlangsamt sich dadurch. Die Folge: Unsere Reaktions- und Merkfähigkeit lässt immer mehr nach. Meist verläuft die nachlassende Wirkung unserer Gedächtnisleistung zunächst unbemerkt, erst ab dem 50-60ten Lebensjahr spürt man, wie schnell unsere Konzentration erschöpft ist. Dabei weiß man heute, dass Konzentration, Belastbarkeit und Ausgeglichenheit in engem Zusammenhang stehen. Unsere Lebensqualität wird also auch durch ein gut funktionierendes Gedächtnis und geistige Fitness extrem gesteigert.

Leistungsfähigkeit unseres Gedächtnisses

Die Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns hängt weniger von der Geschwindigkeit ab, mit der Nervenerregungen verlaufen, als von der Vernetzung zwischen den Nervenzellen selbst. Dabei übertragen die etwa 100 Milliarden Nervenzellen (Neuronen) Informationen an die annährend eine Billiarde Verknüpfungen (Synapsen). Dieses System ist extrem komplex, da Verbindungen zwischen Synapsen und Neuronen jederzeit auf-, um- oder abgebaut werden können – so merken wir uns wichtige Informationen und vergessen unwichtige. Ganze 20% unserer Energie verbraucht das Gehirn, welches nur 2% des Körpergewichtes ausmacht. Sauerstoff und Glucose gelten dabei als beste und schnellste Energielieferanten.

„Use it or lose it“

Ein gut konzipiertes Gedächtnistraining kann helfen, Ihr Gedächtnis fit zu halten. Schon 10 Minuten täglich reichen aus. Laut dem Neurowissenschaftler Lutz Jäncke von der Universität Zürich bewirken sämtliche intensiven Übungen Positives im Gehirn. Nutzen wir unser Gehirn regelmäßig intensiv, verändern sich die Verbindungen zwischen den Hirnzellen. Damit passt sich das Gehirn an die Bedürfnisse des Menschen an. Mit entsprechenden Übungen lassen sich laut Lutz Jäncke die Hirnleistungen deutlich verbessern. Ferner eignen sich „Hirn-Übungen“, wie Fremdsprachen lernen oder Musizieren, nach Jänckes Ansicht im Alltag hervorragend dazu. Das sogenanntes Hirnjogging (Merken von Zahlen, Buchstaben, Formen) ist besonders bei Patienten mit Zustand nach einem Schlaganfall sinnvoll. Die Hirnfunktionen können mithilfe des Gehirnjoggings sukzessive verbessert werden.

Demenz – unheilbar?

Bei chronischem Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit und der Abnahme der Denkfähigkeit und Gedächtnisleistung spricht man von Demenz. Der Betroffene verliert zunehmend sein Gedächtnis und kann Eindrücke nicht mehr richtig einordnen. Bisher gilt Demenz zwar als unheilbar, aber es gibt in Wissenschaft und Medizin Hoffnung, dass die Krankheit irgendwann kurierbar sein wird. Zu den Demenzkrankheiten zählen u.a. Alzheimer, Creutzfeld-Jacob und Parkinson. Eine eindeutige Klärung der Ursachen, die zum Auslösen dieser Erkrankungen führen, fehlt bisher. Es wird davon ausgegangen, dass überzählige Eiweißpartikel neben genetischen Vorbelastungen bei diesen Erkrankungen einen entscheiden Faktor ausmachen.

Vitamine für den Kopf

Die Vitamine der B-Gruppe sollten ein wichtiger Bestandteil der Ernährung sein. So wirken diese positiv bei der Bildung neuer Nervenzellen. Auch Antioxidantien helfen, Ihr Gehirn zu schützen. Ob grüner oder weißer Tee, Traubenkernöl, Aroniabeere oder Zitrusfrüchte. Alle diese Lebensmittel halten nicht nur Ihren Körper, sondern auch Ihr Gehirn jung und fit. Generell gilt, dass eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung Ihre Zellen auf Trab halten.

Eine Sprache lernen? Ein Buch schreiben? Wie trainieren Sie ihre grauen Zellen?

 

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