Spanische Weine – ¡chinchín!

Spanische Weine

Die Tradition des Weinanbaus in Spanien reicht bis in das Jahr 4.000 vor Christus zurück. Noch im 19. Jahrhundert behielten die Weinbauern ihren Wein aber meist für sich. Heute sind Spanische Weine in gleich mehrfacher Hinsicht in der Weltspitze vertreten: Nach Italien und Frankreich wird dort Jahr für Jahr die drittgrößte Menge an Wein weltweit produziert. 2018 waren es sogar beeindruckende 44,4 Millionen Hektoliter. Alleiniger Spitzenreiter sind die Iberer mitunter gar, was die Rebanbaufläche (967.000 HA) und die Exportmenge (1,32 Milliarden Euro in 2018) angeht. Während in der Phase des stärksten Wachstums zu Beginn des 21. Jahrhunderts allerdings zumeist noch einfache Tafelweine, teils lediglich zur Weiterverarbeitung, gekeltert wurden, müssen sich die gehobenen Erzeugnisse der über 150.000 Winzer des Landes heute ebenfalls nicht mehr vor der erstklassigen Konkurrenz aus den Nachbarländern und Übersee verstecken.

Welche Weinarten gibt es in Spanien?

Qualitativ werden Spanische Weine in folgende Kategorien eingeteilt:

  • Vino de Mesa: Dies sind Tafelweine einfacher Machart ohne Auszeichnung von Jahrgang oder Rebsorte.
  • Vino de la Tierra: Hierbei handelt es sich um einfachen Landwein, der in vielen spanischen Haushalten zur kulinarischen Kultur gehört und zum Beispiel zu Tapas auf den Tisch kommt.
  • Denominación de origen (D.O.) / Denominación de origen calificada (D.O.Ca.): Dies bezeichnet Weine kontrollierter Herkunft. Die komplexe Vorschriftslage zu deren Erreichen hat maßgeblich zum Qualitätsanstieg in der spanischen Weinherstellung beigetragen. Während es mittlerweile rund 60 D.O.-Anbaugebiete gibt, ist die Bezeichnung D.O.Ca. bis heute den Gebieten Rioja und Priorat vorbehalten – entsprechende Qualität darf hier vorausgesetzt werden.

Was sind die Reifegrade bei spanischen Weinen?

Eine andere in Spanien übliche Unterteilung von Weinen ist die nach dem Reifegrad. Als Vino Joven bezeichnet man junge, leichte Weine, die häufig noch ganz ohne Fasslagerung auskommen. Crianzas hingegen sind schon mindestens zwei Jahre gealtert, bevor sie zum Verbraucher gelangen dürfen, ein halbes davon laut den Vorschriften im Fass. Reservas sind schon drei Jahre gereift (eins davon im Fass) und die Gran Reservas mindestens fünf, drei davon im Barrique, wie man die traditionelle Lagerung im Eichenfass ebenfalls nennt.

Welcher spanische Wein ist der richtige für mich?

Für welchen Wein man sich entscheidet ist natürlich in erster Linie dem persönlichen Geschmack und natürlich dem Budget geschuldet. Als Faustregel lässt sich jedoch sagen, dass jüngere, leichte Weine auch zu frischen, mediterranen Speisen passen, während die reiferen Vertreter mit ihren so typischen Barrique-Aromen auch mit komplexeren Speisen mithalten können.

So empfehlen wir beispielsweise unseren Alcanta Monastrell gerne einfach zum Käse und den typischen spanischen Reisgerichten mit hellem Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten. Unser Laudum Gran Reserva braucht sich hingegen mit seinen harmonischen Holztönen auch vor schweren Fleischgerichten nicht zu verstecken. So oder so: Wenn Sie sich für den einen oder anderen spanischen Wein entscheiden sollten, für alle gilt gleichermaßen: Sie holen sich damit immer auch ein paar Strahlen der spanischen Sonne ins Glas. In diesem Sinne: ¡chinchín!

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